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Geburtstagsständchen für „Minsche wie mir“

27.4.2014 | Sonntag 12.00 Uhr in Wolperath, Startschuss für den ersten Akkord unseres Ständchens, das wir dem fünf Jahre alten Geburtstagskind, dem Chor „Minsche wie mir“, bringen. Der Chor hatte zum Stiftungsfest geladen und neben neun anderen Chören vorwiegend aus Neunkirchen-Seelscheid hatten auch wir mutig zugesagt, uns in den Fuchsbau im fernen Ortsteil Wolperath zu wagen.

Und weil es so schön war, lassen wir das Wochenende hier noch einmal Revue passieren: Nach unserem Workshop am Samstag, der unserem Auftritt in Wolperath den letzten Schliff verleihen sollte (und diesen Zweck hoffentlich auch erfüllt hat;-), beschlossen wir, einen kleinen Spähtrupp in die Höhle des Fuchses zu schicken, um die Lage vor Ort, sprich die technischen Bedingungen der Musikanlage, auszukundschaften. Der Trupp wog und befand dieselben für gut. Die Aufnahme durch die mit Aufbauarbeiten und Soundcheck beschäftigten Minsche erwies sich dabei als derart freundlich, dass der Spähtrupp bereitwillig auch noch die Güte des angebotenen frisch gezapften Kölsch in die Prüfung einbezog. Auch hier fiel der Befund äußerst positiv aus. Soweit zum Auftrag, den der Spähtrupp damit – zuverlässig und sogar überobligatorisch – erfüllt hatte. Doch der Vollständigkeit zuliebe soll ein Zwischenfall nicht verschwiegen werden: Beinahe hätten wir eines unserer Mitglieder, unseren Gitarristen Heinz Beineke, im Fuchsbau zurückgelassen. Denn als Heinz die Band von „Minsche wie mir“ spielen hörte, griff er sich seine Mundharmonika und spielte aus dem Stegreif einfach mit. Begeisterung auf allen Seiten, doch wir fürchteten schon, einen unserer Männer – eine bekanntermaßen seltene Spezies in gemischten Chören - zu verlieren. Zwar schärft uns Heinz vor jedem Auftritt ein „Gebt alles“ und genau das tun wir dann auch –; doch Heinz, DICH geben wir natürlich nicht her! Auch nicht als Gastgeschenk an unsere Gastgeber. Doch nachdem diese Klippe erfolgreich genommen war und Heinz sich schweren Herzens von der Band getrennt hatte, konnte der Voraustrupp grünes Licht für den Auftritt am Sonntag gegeben werden.

Auftritt bei
Auftritt bei "Minsche wie mir"

Als wir uns am nächsten Morgen um zehn Uhr im Pfarrheim von St. Margareta trafen, waren neben dem Einsingen außerplanmäßig auch einige Stoßgebete zu Petrus angesagt, denn es regnete in Strömen. Und siehe da: Als wir um halb zwölf das Anwesen der Familie Fuchs erreichten, war der dichte Regen schon in Nieseln übergegangen. Wir begrüßten Minsche, Freunde und Bekannte und besichtigten Zelte, Bierstübchen, Kuchen-, Grill- und Plauderecken. Als besonders aufmerksame Geste der Gastgeber empfanden wir es, dass diese für die liebevoll zusammengestellte Tischdekoration ein kräftiges Apfelgrün gewählt hatten – unsere Chorfarbe.

Das kann kein Zufall gewesen sein … Fünf vor zwölf, wir gingen gerade zum Pavillon auf der Wies‘n, hörte der Regen auf. Wenn das kein gutes Zeichen war! Und so klappte denn unser Auftritt auch bestens: Die neu einstudierten Stücke wie z.B. "You are holy" und "Will the circle be unbroken" haben nicht nur uns Freude gemacht, wie man sah – wie gut, dass Ulrike Bennett, unsere musikalische Leitung, hier mit ihrer berühmt berüchtigten Diamantfeile so lange geschliffen hatte, bis alles stimmte. Wenn auch um diese Uhrzeit der Festplatz noch nicht so gut gefüllt war wie am späteren Nachmittag, so ging das Publikum doch mit, besonders natürlich bei den bekannten Gospelklassikern "Down by the riverside“ und "He’s got the whole world“. Eine nette Idee der Gastgeber, den Chören zur Erinnerung an diesen denkwürdigen Tag eine Urkunde zu verleihen! Für uns ist es die erste ihrer Art und wir geloben, sie in Ehren zu halten. In fünf Jahren holen wir uns gern noch eine weitere ab.Viele von uns blieben nach dem Auftritt noch, um bei immer besser werdendem Wetter die anderen Chöre anzuhören, den leckeren Kuchen und die Würstchen zu probieren, und mit Kaffee oder Kölsch in der Hand von einem Bekannten auf den nächsten zu treffen und zu plaudern.

Fazit: Eine wunderbare Idee, beste Rahmenbedingungen im Fuchsbau und ein wirklich schönes Fest mit lieben Menschen und Superstimmung! Wir freuen uns schon auf die nächste Gelegenheit, den Chor „Minsche wie mir“ wiederzusehen, zu singen und zu feiern.

Doch jetzt geht es für uns erst einmal ins Alltagsgeschäft, sprich an das Einstudieren neuer Stücke vor allem für unseren Auftritt beim Ökumenischen Konzert in St. Margareta am 23. November 2014. Wer mag, kann uns vorher aber noch in St. Augustin hören. Dort singen wir am 14. Juni um 16.30 Uhr beim Gottesdienst auf dem jährlichen Treffen der Biker der Bundespolizei.

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